Gleich vorweg: Die beiden wollten nicht, dass Bilder von ihnen im Internet auftauchen. Deswegen darf ich auch keine zeigen. Aber ich habe mich dazu entschlossen, trotzdem einen Tagebucheintrag zu verfassen, weil es mal wieder eine regelrechte Transformation war.
Die beiden waren Anfang 20 und seit 3 Jahren zusammen. Einziges Manko: Sie hatten bis jetzt noch kein ordentliches Paarfoto von sich. Ein paar Selfies ja, aber halt kein richtig schönes. Daniel wollte seiner Hanna also endlich mal ein Paarshooting schenken und googelte sich so durch die Fotografen in Leipzig. Ihm gefielen aber die Fotos, die er bei den anderen Fotostudios so sah, nicht wirklich. Sie waren halt vor einer farbigen Wand und sahen eher aus wie Familienfotos – nicht wie richtige Fotos, wo man die Emotionen sieht. Und halt auch nicht gemütlich. Dann sah er meine Seite und fand in meinem Stil genau das, was er gesucht hat.
Die beiden wollten klassisch ein Alltagsoutfit – farblich aufeinander abgestimmt. Ein schickes Outfit und einmal Dessous. Die schickten sie mir im Vorfeld und ich konnte mir meine Gedanken machen.
Als die beiden dann vor mir standen und ich sie fragte, ob es ihnen gut geht, meinten beide nur, dass sie tierisch aufgeregt sind. Als ich dann mit der ersten Pose anfing, meinte Hanna dann auch, dass sie keine Ahnung hat, wohin sie ihrer Hände tun soll. Es ist ihr erstes Mal. Aber ich konnte sie schnell beruhigen und zeigte ihnen die ersten Grundlagen. Joar und dann ergab sich eins nach dem anderen.
Für das letzte Outfit – die Dessous – hatte ich mir sogar etwas ganz besonderes einfallen lassen bzw. kam mir bei der Vorbereitung eine Idee, die ich so noch nicht umgesetzt hatte. Es war ein Set im Studio mit Bodennebel. Normalerweise habe ich meine kleinen Nebelmaschinen, aber das ist der Nebel immer gleich überall. Bei Bodennebel hat man ein paar Sekunden Zeit und kann quasi wie eine Wolke basteln. Die Fotos sind echt Hammer geworden – schade dass ich sie nicht zeigen kann 😅
Auf jeden Fall stellten die beiden fest, dass es doch ziemlich anstrengend war. Das stimmt und stellen alle bei mir fest. Wer schön sein will, muss leiden 😂 Meine Posen sind halt inszeniert und auf Filmlook ausgelegt – würde man so nie als Selfie hinbekommen.
Nach dem Shooting meinte Daniel, dass es viel angenehmer war, als erwartet. Das hat mich nachdenklich gemacht – wie stellt man sich als „fotografische Jungfrau“ ein Shooting vor? Auf jeden Fall war es natürlich ein wundervolles Kompliment. Meinte dann bei der Verabschiedung, dass ich echt weiß, was ich tue und ich mich auf eine tolle Bewertung freuen darf 🤗