Ja mit dieser Nachricht nahm Djamila mit mir Kontakt auf. Und wie es bei mir üblich ist, wurde auch rasch ein Termin vereinbart.
Zwei Wochen vor dem geplanten Shooting schrieb mir dann Djamila, dass David sich wohl an der Schulter verletzt hat und sie in Erwägung ziehen, den Termin zu verschieben. Da ich zu dem Zeitpunkt aber selber unter Schulterproblemen litt – und auch in Physio war – konnte ich die beiden beruhigen. Er wird es schon hinbekommen, zur Not soll er halt eine Tablette einwerfen. Wie ich später erfahren sollte, war das nicht die einzige gesundheitliche Einschränkung bei ihm.
Als die beiden dann da waren (sie waren bereits einen Tag früher angereist und haben in einem Hotel übernachtet), waren sie wie alle meine Models schon ziemlich auf geregt. Aber natürlich entspannten sie sich von Minute zu Minute. Beide waren sehr lustig drauf und freuten sich auf das Erlebnis.
Djamila hatte sehr viel abgenommen, aber wie das nun mal so ist, war zu viel Haut übrig geblieben, die es nur zu verstecken galt.
Das war auch der Grund, wieso sie erst skeptisch war, als sie ein Video von mir bei Instagram gesehen hatte. Sie dachte erst, dass es Models sind – als sie aber sah, dass es ganz normale Menschen sind, wollte sie das auch haben.
Als ich David zeigen wollte, wir er den BH runterziehen sollte, berührte ich seinen Unterarm und stellte eine Art Rauschen fest. Auf meine Verwunderung hin erzählte er, dass es an seiner Dialyse liegt. Seine Venen und Aorta wurden irgendwie verbunden, so dass das Blut nun an der Oberfläche fließt (ich hoffe, ich erzähle keinen Quatsch – so habe ich es zumindest verstanden 😅). Auf jeden Fall meinte Djamila, dass es sie sogar beruhigt, wenn sie sich mit dem Kopf drauf legt. Ich solle auch mal an seinem Unterarm lauschen. Nope, habe ich abgelehnt, das war mir dann doch zu strange 😂.
Der rote Body wies eingenähte Strapse auf, die ich dann bei der ersten Pose wegretuschierte. Sie passten einfach nicht… Bei der zweiten Pose habe ich sie im Bild gelassen, weil sie den Po optisch durchbrachen.
Im Traumgarten sollte es sommerlich, aber trotzdem nicht kitschig zugehen. Mir kam die Idee, Djamila auf den Stuhl zu setzen, aber eine „komprimierte Pose“ einzunehmen. Die Oberschenkel ließ ich durch die Lehne und Davids Hand verdecken.
Das war der Moment, wo ich bei David eine deutliche Steigerung in seiner Leidenschaft feststellte. Er fing von selber an, intensiver vorzugehen und Djamila ließ sich fallen.
Als letztes Set wollte ich den BH von Djamila nutzen. Nur waren Outfits soweit erschöpft, dass ich überlegt, was wir dazu anziehen.
Wer meine Shootings immer verfolgt, wird erkennen: Bei den Outfits stammen 80% aus meinem Fundus. Davids schwarzes Hemd, Djamilas Rock und Bauchgürtel sowie das Halsband und die Ohrringe.