Tabea habe ich in der Öffentlichkeit meine Visitenkarte gegeben, weil ich sie sah und sofort mein innere Muse angesprungen ist. Sprich ich hatte Lust, sie zu fotografieren. Also im Grund wie ein Modelscout, nur dass ich nicht auf der Suche war – einfach zufällig.
Sie schrieb mir am selben Tag noch eine WhatsApp, dass sie das gerne mal ausprobieren möchte, aber erst 17 Jahre alt ist – ob das ein Problem ist? Sie hatte sich logischerweise auf meiner Website umgeschaut. Natürlich war das Alter kein Problem, es würde halt ein reines Fashion / Portraitshooting werden.
Sie kam mit ihrem Papa ins Studio, den ich auch gleich für Hintergrund Videos einspannte.
Supermodelpotential
Was mir bei Tabea sofort auffiel: Ich konnte ihr sagen, was ich gerne hätte und dann brachte sie selber Eigeninitiative mit. Das wirkte auch mich nicht so, als würde sie es zum ersten Mal machen. Dem war aber so – sie hatte sich aber in Pinterest Inspiration geholt und dementsprechend vorbereitet. Fand ich super!!
Das führte auch dazu, dass sehr viele gute Fotos entstanden sind und ich mich nicht entscheiden konnte wollte, welche es in das Tagebuch schaffen.
Zum Thema Bearbeitung: Gerade was die Looks anbelangt, habe ich mich kreativ entfaltet. Es waren aber diesmal so viele gelungene Fotos, dass ich nicht alle bearbeitet habe. Auch gibt es noch viele Videos, die ich bearbeiten muss. Wer die nicht verpassen will, sollte mir auf Youtube und Instagram folgen 😉







Ich richte meine Sets und Hintergründe ja immer nach den Outfits aus. Für das erste Outfit (Casual Jeans) entschied ich mich für einen weißen Hintergrund, rollte diesen aber bewusst nicht komplett aus.
Wir begannen mit einer Sitzpose, wo sie auch ihre Sneakers anlassen konnte.










Danach wechselten wir das Oberteil und gab Tabea einen Stuhl, den ich aber an die Wand stellte. So ergaben sich weitere Posen. Immer im Wechsel machte ich erst Aufnahmen von ihr komplett und ging dann näher ran.
Gehen wir auf Schwarz....







Ich fand schön, dass Tabea auch eine Hüftkette mitgebracht hat. So konnten wir das kleine Schwarze optisch unterbrechen. Dazu passten auch super Kniestrümpfe.
Aufgrund des „Dark Looks“ entschied ich mich dafür, meine Orgel einzusetzen. So als bissl Gotik Touch 😅
Ich experimentiere ja gerne. Bei dem Short habe ich meine Anweisungen größtenteils entfern und eher das Posing zur Musik geschnitten.
Und zur Abwechslung auf Weiß
Das nächste Outfit bestand aus einem Minirock, blauen Top und dunkler Strumpfhose samt Stiefletten. Blau harmoniert immer sehr schön mit weiß, so dass ich meine weiße Bank im Traumgarten als Set nutzte. Die Pflanzen positionierte ich dabei so, dass sie Tabea optisch einrahmten.









Bei dem Set war es möglich, Tabea aus vielen Blickwinkeln aufzunehmen und auch viele Ausdrücke umzusetzen.
Im Scheinwerferlicht
Das nächste Outfit und Set war wieder kompletter Kontrast. Ein schwarzer Lederrock und ein weißes Top.




Ich wählte meine Steinwand als Hintergrund und nutze ein Spotlight, was harte Schatten warf. Dazu wollte ich auch extremere Posen, wie sie im Fashionbereich gerne benutzt werden – wobei nicht ganz so extrem, dass es exzentrisch wirkt.







Durch den harten Lichtverlauf fiel mir auf, wie kontrastreich Tabeas Haare glänzten. Ich wechselte das Licht und ging für Portraitaufnahmen näher ran.
Tabeas blaue Augen stachen in dem Moment so stark heraus, dass ich die noch extra betonten wollte. Als Gimmick fiel mir ein, dass ich doch noch eine Pfauenfeder rumliegen habe. Es reichte aber nicht, sie einfach nur mit in die Kamera zu halten, sondern die Handhaltung, die Drehung zur Kamera und die einzelnen Fäden mussten alle zur Bildkomposition passen – man glaubt gar nicht, wie kompliziert es werden kann, wenn es um Perfektion geht.
Glow
Tabea hatte noch ein weißes Hemd dabei. Für den legeren Look knotete sie es zusammen. Dazu eine schwarze Shorts. Dann kam mein Lieblingseffekt zum Einsatz: Nebel und Gegenlicht. Die Posen sollten unbeschwert wirken










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Vom Winde verweht
Das war das letzte Set und ich habe es mir nochmal extra schwer gemacht. Denn ich wollte Dynamik ins Bild bringen und Tabeas Kleid zum flattern bringen. Ok, wenn man es nicht weiß, sieht man es auch nicht, aber meine Windmaschine sorgte für das gewisse Etwas.
Was noch fehlte waren Liegeposen – bei einem Kleid nicht unbedingt das Einfachste, aber Tabeas Kleid bot die nötige Inspiration.


Das Licht musste von oben gesetzt werden und ich musste mich auch bewegen können. Folglich war es nicht so einfach – bis unmöglich – das Lichtstativ zu verstecken. Das habe ich dann im Nachgang rausretuschiert. Das gehört bei einem Fotoshooting auch dazu: Bereits bei der Aufnahme zu wissen, was man in der Nachbearbeitung kaschieren kann und dann einfach mit der Imperfektion am Set leben.



